Wish u were dead


Wish u were dead

Katarina Ganslandt (Übersetzer). Carlsen Verlag GmbH 2010, Taschenbuch, 272 Seiten, € 5,00

von Todd Strasser

Klappentext: ” Bis jetzt habe ich nichts davon geschrieben, dass ich bestimmten Leuten den Tod wünsche, aber allmählich hab ich die Schnauze voll. Ich hab keine Lust mehr nett zu sein. Ich habe keine Lust mehr irgendjemanden etwas vorzumachen. Diese Leute machen mir das Leben zur Hölle und ich wünschte sie wären tot. Lucy steht ganz oben auf meiner Liste. Ihr könnt euch nicht vorstellen, was das für ein Scheißgefühl ist, wenn sie mich anstarrt, als wäre ich irgendeine ekelhafte Kanalratte. Ich hasse dich, Lucy. Ich hasse dich wirklich aus tiefstem Herzen. Du bist die Nummer eins auf meiner Liste. ich wünschte, du wärst tot.”

Unter dem Nick an-G-kozzt, bloggt ein Mobbingopfer im Internet. Sie fühlt sich ausgegrenzt, wertlos, verletzt, verachtet und macht ihrem Ärger im Netz Luft. Eines Tages geht es so weit, dass Sie den Leuten der „In-Clique“ den Tod wünscht. Allen voran Lucy, sie steht ganz oben auf der Liste.
Als kurze Zeit später Lucy spurlos verschwindet ist die kleine sonst friedvolle Stadt Soundview in hellem Aufruhr. Noch wird spekuliert, ob Lucy abgehauen ist oder sich selbst was angetan haben könnte. Als kurz darauf Adam und anschließend Courtney verschwinden. Zweifelt keiner mehr daran, dass etwas ganz grausames passiert.
Der Thriller ist sehr spannend geschrieben, besteht aus Blogeinträgen, der Geschichte aus Madisons Sicht und Einschüben aus Tätersicht. Daher wirkt das ganze sehr authentisch. Man kann sich sehr gut in die Personen hineinversetzen und spürt die Angst und Panik die sich breit macht. An einer Stelle bin ich in Tränen ausgebrochen. Das zeigt wie tief mich die Geschichte berührt hat.
Madison passt nicht ganz in dieses In-Cliquen Klischee. Obwohl sie mit einigen Leuten aus der Clique befreundet ist, bleibt sie stets freundlich und nimmt auch andere Mitmenschen war. Deshalb erhält sie Warnungen, anonyme Emails und hat eine Schlüsselfunktion.
Auch wenn es bei uns an den Schulen nicht unbedingt die highschooltypische eine wichtige Clique gibt, die das Maß aller Dinge darstellt. So ist leider auch bei uns Mobbing immer ein stärker aufkommendes Phänomen an unseren Schulen oder später auch am Arbeitsplatz mit oft sehr verheerenden Folgen.
Schonungslos nüchtern hält Todd Strasser alias Morton Rhue, auch bekannt durch „die Welle“ der Gesellschaft den Spiegel vor und animiert uns zum hinsehen und handeln. Würde mir wünschen, dass dieses Buch ebenso viele Leser erreicht wie die Welle und als Diskussionsgrundlage für den Unterricht dient.
Eine Geschichte, die schockiert, bewegt und einen noch eine ganze Weile beschäftigt.

Meine Wertung:5 von 5 Sterne

Kategorie: Ab 14 Jahren, Allgemein, Romane & Erzählungen, Thriller

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