Das Schnipselgestrüpp
von Christian Duda und Julia Friese
Obwohl das Buch gestern erst ankam, kann ich heute schon die Rezension dafür schreiben, da mein Sohn es sich gestern geschnappt hat und vorgelesen haben wollte. Das Buch handelt von einem kleinen Jungen, dessen Eltern arm sind. Sie sitzen meist vor dem Fernseher und reden nicht viel. Seine Mutter holt Zeitungen als dem Müllcontainer und legt sie als Teppichersatz in dessen Kinderzimmer aus. Der Junge hat zwar kein Spielzeug, aber dafür viel Fantasie, er schneidet Bilder aus Zeitungen aus und klebt dazu Traumwelten an die Wand. Als er eines Tages ein Dschungel-/Waldbild an die Wand klebt, stellt er sich vor eine Gottesanbeterin zu sein. Sein Vater findet das erst nicht so komisch, aber schließlich geht er darauf ein und spielt einen Frosch. So kommt es, daß der Junge doch noch mit seinem Papa spielt.
Das Buch Schnipselgestrüpp hat sowohl mich, als auch meinen Sohn zum Nachdenken angeregt. Wir haben darüber geredet, wie es ist, wenn ein Kind kein Spielzeug hat und das es eigentlich nur Fantasie braucht, um spielen zu können. Ich glaube, genau das ist es, was mit dem Buch ausgedrückt werden soll.
Schnipselgestrüpp ist ein Buch, welches nicht durch schöne kindliche Zeichnungen besticht. Die Illustration ähneln in keinster Weise solcher, sonstiger Kinderbücher. Es ist vielmehr die Geschichte, die einen, nachdenklich werden lässt, überzeugt und mitnimmt in die Fantasiewelt des kleinen Jungen
Kategorie: Ab 6 Jahren, Allgemein, Kinder- & Jugendbücher
