Fünf Freunde suchen den Piratenschatz
von Enid Blyton
Offensichtlich gibt es unter den Fans der Fünf Freunde einen erbitterten Streit darüber, ob die originalen Bücher aus der Feder von Enid Blyton die einzig wahren sind, oder ob auch die Neubearbeitungen, bzw. die neugeschriebenen Bücher einen Wert haben.
Nachdem wir vorlesenderweise alle bekannten Serien von Astrid Lindgren durch hatten, bekam mein Sohn von seiner Patentante etwa 15 Bücher der Fünf Freunde Reihe, die etwa Ende der sechziger Jahre in einem Buchclub erschienen sind. Wir haben sie alle vorgelesen, darunter auch die klassischen ersten fünf Bände, doch immer wieder stellten wir fest, dass entweder de Übersetzung miserabel war, oder der Stil einfach nicht mehr den Bedürfnissen heutiger Kinder entspricht. Doch so richtig spürten wir den Unterschied erst, als wir nun das erste Exemplar einer von Sarah Bosse geschriebenen Geschichte lasen, die 2010 unter dem Titel „Fünf Freunde suchen den Piratenschatz“ als Band 61 der Gesamtreihe erschienen sind. Die Sprache ist viel anspruchsvoller, die Zahl der verwendeten unterschiedlichen Verben und Adjektive hat sich vervielfacht, der Hund Tim bellt nicht nur oder macht „Wuff!“, sondern er fiept, jault, wimmert etc.
Gefallen hat uns auch, dass Onkel Quentin zum Beispiel in diesem Buch nicht als der unsensible und ungerechte Machovater dargestellt ist, und dass die Erfahrungen und Erlebnisse der Kinder in die heutige Zeit übertragen sind. Natürlich haben sie nach wie vorher in periodischen Abständen Hunger, Julius, Richard, Georg und Anne, und der Spannungsbogen bei ihren Abenteuern steht den Originalen nicht nach.
So auch in der vorliegenden Geschichte, die mal wieder im Heimatort Georgs spielt.
Wir werden in der nächsten Zeit weitere neue Bände vorlesen und genau darauf achten, worin sie sich von den alten unterscheiden.

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