Maiprojekt! Ruht das Licht
von Maggie Stiefvater
Inhalt:
Obwohl alles verloren schien, ist Sam zu Grace zurückgekehrt. Er hat den Wolf in sich besiegt und jetzt liegt ein ganzes Leben in seiner Menschengestalt vor ihm. Doch nun ist es Grace, deren Zukunft ungewiss erscheint. Sie, die sich ihrer menschlichen Haut immer so sicher war, hört nachts die Stimmen der Wölfe und weiß: Sie rufen nach ihr.
Wogegen Grace sich mit aller Macht wehrt, wäre Cole hochwillkommen. Cole wünscht sich nur eines: Vergessen. Vergessen, wer er ist. Vergessen, was er getan hat. Die Wolfshaut ist seine Zuflucht. Doch trotz der eisigen Kälte gelingt es ihm nicht, die Wolfsgestalt dauerhaft anzunehmen.
Rezension:
Das erste Drittel wirkt am Anfang schwächer als der erste Band – weniger toll, eher etwas langziehend.
Doch nach dem ersten Drittel kommt alles auf einen zu: Coles Vergangenheit, Isabells Flirtereien und so weiter. Ich musste wirklich lachen, als ich diese Aussagen von Cole las: “Sie sah aus, als könnte sie Werbung für irgentwas machen. Für Toiletten. Für Jacken. Oder für Antideprissiva. Was auch immer, ich würde es kaufen.” Cole, S. 135
“Der ganze Raum war dermaßen Gelb, dass man das Gefühl hatte, die Sonne hätte einmal kräftig über die Wände gekotzt und sich danach an Vorhängen und Kommode den Mund abgewischt.” Cole, S. 142
Zwischendurch gibt es wieder einmal ein paar Zeilen von Sam; seine Gedanken: “Doch ich bin nicht vom wölfischen Blut.” Sam, S. 106. Sie lockern das Lesen auf und entspannen die “Lage”.
Cole und Isabell erzählen neu, man bekommt ihre Gedanken, sowie ihre Geschichte, ihre Phasen und Dummheiten mit. Über Grace & Sam hat man in “Nach dem Sommer” schon viel erfahren, doch nun bekommt man ihre Gefühle noch tiefgründiger mit, fühlt mit ihnen.
Das Ende kommt plötzlich, reißt einen aus der Traumwelt raus, schubst einen in die Realität. Ein plötzlicher Tod ist der Anfang. Und ein scheinbar voraussehender Tod ist der Schluss.

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