EM-Projekt! Die Wilden Kerle 2.01 Donnerschlag
von Joachim Masannek
Sie sind wieder da, jung, wild, unbezähmbar, die wildeste Fußballmannschaft der Welt. Gemeint sind die „Wilden Kerle“, oder besser gesagt die 7 Kerle, welche noch übrig sind. Gut 2 Jahre ist es her, seit sie nach Hamm gefahren sind, um dort die „Biestigen Biester“ zu besiegen, 2 Jahre in denen nach und nach die Hälfte der Kerle die Mannschaft verließ.
Es scheint, sie seien zahm geworden, suchen nicht mehr das Abenteuer. Der Teufelstopf, ihr Stadion, zerfällt und Camelot, ihre „Burg“ ist zur Ruine verkommen. Da kommen Fremde in die Stadt, eine andere Straßenmannschaft, die „Wölfe von Ragnarök“ und fordern das alte Team heraus. Fast scheint alles vorbei, bis Nerv, der ewige Zaungast und Bewunderer der Kerle, den Mut findet die Mannschaft zusammen zu trommeln und sie erinnert, wer sie einmal waren, wer sie sein wollen.
Sind sie der Herausforderung gewachsen? Werden sie sich wiederfinden und auf den Weg nach Donnerschlag machen, dem Stadion der Stadien, der Champions League des Street Soccer Contest?
Die Story ist spannend und geht von der ersten Seite an gleich in die Vollen. Die Wilden Kerle sind wieder da und müssen eine Entscheidung treffen, alles riskieren um seinen Traum zu leben, oder alle Wildheit aufgeben? Sie sind erwachsener geworden, ernster, abwägender und das unterscheidet diesen Band am meisten von seinen Vorgängern.
Begleitet werden wir durch das Buch von Nerv, dem „Maskottchen“ der Wilden Kerle, der kein Spiel verpasst und nur zu gern einer von ihnen wäre. Er nimmt eine wichtige Rolle in der Geschichte ein und erzählt sie uns aus seiner Sicht, ganz und gar in Kerle Manier mit ellenlangen Fluchkombinationen und im rasanten Tempo. An keiner Stelle wird das Buch langweilig und das Ende lässt auf eine rasche Fortsetzung hoffen.
Ich habe mit meinem Sohn zusammen gelesen und er ist ganz gefesselt von seinem ersten Wilde Kerle Buch gewesen, gefangen im Bann der Geschichte, die in einem Tempo vorangetrieben wird, dass es schwer fällt dieses Buch aus der Hand zu legen.
Anfangs ist das Lesen etwas gewöhnungsbedürftig, durch die doch recht ungewöhnliche Redensart des Ich-Erzählers Nerv und noch einmal mehr in den Passagen, in denen Hadschi Ben Hadschi Ben Hadschi El Hatschi seine Dialoge mit den Kerlen führt, für die es glücklicherweise Übersetzungen in den Randnotizen gibt. Daran gewöhnt man sich allerdings schnell, und meinem Sohn fiel es leichter als mir in den Kerle-Jargon zu verfallen.
Die Wilden Kerle 2.01 Donnerschlag ist ein gelungenes Comeback bei dem am Ende nur zu sagen bleibt: „Alles ist gut, solange Du wild bist!“

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