Das göttliche Mädchen
von Aimée Carter
Zur Aufmachung
Das Cover ist einfach wundervoll! Auch die leicht griechisch angehauchte Schrift finde ich sehr passend. Dass man das alles von der Originalversion übernommen hat, das war auf jeden Fall die richtige Entscheidung! Den Titel finde ich nicht schlecht, auch wenn der englische noch ein ganz klein wenig besser zum Buch gepasst hat. Aber auch “Das göttliche Mädchen” traf es ganz gut.
Zum Buch
Es fällt mir sehr schwer diese Rezension hier zu schreiben, denn ich fand das Buch auf keinen Fall schlecht! Die Idee an sich war toll, Kate als Hauptcharakter war sehr sympathisch und auch James und Ella mochte ich wirklich gern. Der Beginn der Geschichte war geradezu fantastisch, vor allem, weil man Kate so sehr ins Herz geschlossen hat, da sie mit dem grausamen Schicksal, das ihrer Mutter droht, zu hadern hat und damit für ihr Alter sehr pflichtbewusst umgeht. Auch die Schreibweise der Autorin war sehr schön flüssig und konnte doch überzeugen.
Ja, ihr merkt es schon, es liegt ein “Aber” in der Luft.
Bis kurz vor Ende des Buches tendierte ich doch dazu das Buch sehr zu mögen. Zu diesem Zeitpunkt hätte es ca. 4 Herzen von mir erhalten. Aber dann kam das Ende daher und das hat dem ganzen einen etwas faden Beigeschmack verpasst. Tatsache ist, dass Kate ihr Leben nie richtig leben konnte, sich aber schon sehr früh entschließt, ihre Zukunft für Henry aufzugeben. Das an sich war vielleicht etwas leichtsinnig, aber Kate ist nun mal ein guter Mensch. Sie hatte die Möglichkeit ihrer Mutter das Leben zu retten und in ihrer Situation hätte ich gewiss genauso gehandelt. Aber das erklärt nicht das, was Kate am Ende des Buches tut. Natürlich übt der Rat Druck aus, aber 100 Jahre haben die guten gewartet, was machen da ein paar Jahre mehr schon aus?
Hinzu kommt, dass hier eine Hochzeit erwartet wird, das aber nun doch eher eine christliche Tradition ist, es sich hier aber um griechische Mythologie handelt. Aber gut, dass Henry ein Gott ist, das merkt man dem Roman ohnehin nicht an. Wer übrigens glaubt hier viel von der griechischen Mythologie zu erfahren, der wird mit diesem Roman nicht glücklich werden. Generell kam mir am Ende des Buches einiges eher unlogisch vor. Beispielsweise das Verhalten von Diana! Wie kann man ein Kind zeugen in der vollen Absicht, es zu einem ganz bestimmten Zweck heranzuziehen. Wie Henry schon im Prolog erwähnte ist das krank, aber Kate sieht das am Ende nicht.
Auch die in der Kurzbeschreibung erwähnten Prüfungen sind nicht ganz das gewesen, was man hier erwarten würde. Erst ganz zuletzt erfährt man überhaupt woraus sie bestanden haben und das nahm dem Buch dann auch so völlig den üblichen Spannungsbogen. Denn man wusste erst ganz zum Schluss wie es um Kates Prüfungen stand.
Fazit
Schreibstil: 4 Herzen
Charaktere: 3 Herzen
Spannung: 2 Herzen
Emotionale Tiefe: 3,5 Herzen
Humor: 3 Herzen
Originalität: 2 Herzen
Trotz dieser Kritikpunkte fand ich das Buch wie oben schon erwähnt keineswegs schlecht und ich bin fest davon überzeugt, dass die Fortsetzung noch besser wird, da sie sich vermutlich mehr auf Kate und James in der realen Welt fokussieren wird statt auf den mysteriösen Henry, der bis zum Schluss leider auch mysteriös und schwer zu fassen geblieben ist.
3 Herzen!

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