Lullemu, wer bist du?
von Kerstin Schoene und Nina Gunetsreiner
Cover und Gestalltung:
Ich finde die Aufmachung dieses Kinderbuches einfach wunderschön. Für das Cover wurden nur rote und grüne Farbtöne verwendet und die Muster erzielen einen Effekt, der an Stoff erinnert. Der Buchrücken besteht aus grünem Stoff und wurde mit einer weißen Linie bedruckt, die eine schiefe Naht darstellen soll. Das Buch ist sehr groß, dafür aber auch sehr dünn, sodass man es bequem in der Hand halten kann und alle Illustrationen ausgiebig bewundert werden können. Der Hund selbst ist total süß illustriert und glänzt leicht. Ich muss ständig lächeln, wenn ich ihn ansehe und Lea, die Vierjährige mit der ich das Buch gelesen habe, ist auch schon vernarrt in ihn.
Geschichte:
Die Geschichte ist schnell erzählt: Der Hund Lullemu hat eigentlich alles was er braucht, nur einen Freund hat er nicht. Auf der Suche nach einem Spielgefährten trifft er auf viele Tiere, die alle verlangen, dass er sich irgendwie ändert. Aber kann man den glücklich sein, wenn man sich verbiegt?
Meine Meinung:
„Lullemu, wer bist du?“ ist ein zuckersüßes Bilderbuch, das mich total verzaubert hat. Die Illustrationen sind sehr liebevoll und detailliert gezeichnet. Die Farben strahlen und die Tiere haben freundliche und hübsche Gesichter, sodass kein Kind Angst vor ihnen haben muss. Es gibt überall Kleinigkeiten zu entdecken und bei jedem Mal anschauen, fällt einem etwas Neues auf. Lea hat meistens schon den Namen des abgebildeten Tieres gerufen, bevor ich auch nur eine Chance hatte, die Texte vorzulesen. Die Sätze sind knapp und leicht verständlich. Vor allem der immer gleiche Satzbau und die vielen Wiederholungen machen es kleinen Kindern leichter der Handlung zu folgen und ab einem gewissen Punkt sogar mitzusprechen. Zwei Doppelseiten, also zwei Bilder, wurden immer einem bestimmten Tier gewidmet. Hier wird auf die Eigenschaften der Tiere eingegangen, wie die Wolle des Schafes oder die Hörner des Hirschen. Auch die Verben wurden arttypisch angepasst. Das Schaf mäht anstatt zu sprechen und der Hirsch röhrt. Ich finde das Buch einfach zauberhaft, Lea hatte viel zu lachen und wir haben uns überraschend lange damit beschäftigt. Ich glaube ich werde das Buch dem Sohn meiner Cousine schenken. Noch ist er zwar zu jung dafür, aber in spätestens einem Jahr sollte er alt genug sein, dann ist er eineinhalb.
Generell würde ich das Buch für Kinder bis fünf Jahren empfehlen, vielleicht auch für Erstklässler, die langsam anfangen wollen, selbst kurze Sätze zu lesen. Ich vergebe volle Punktzahl.

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